Welche Effekte hat körperliche Bewegung auf das Krebsrisiko und auf den Krankheitsverlauf nach einer Krebsdiagnose?
Steindorf, K.; Schmidt, M.; Ulrich, C. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 2011 · Heft 12 · S. 10 bis 16
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zahlreiche epidemiologische Studien zeigen, dass regelmäßige körperliche Bewegung das Risiko für Kolonkrebs überzeugend, für Endometriumund postmenopausalen Brustkrebs wahrscheinlich und für prämenopausalen Brustkrebs, Prostata-, Lungenund Pankreaskrebs vermutlich verringert. Das Ausmaß der relativen Risikoreduktion liegt zwischen 10 und 30%. Absolut gehen 9 bis 19% der häufigsten Tumore auf einen Mangel an hinreichender Bewegung zurück. Damit weist körperliche Bewegung als veränderbarer Lebensstilfaktor ein substanzielles Potenzial für die bevölkerungsbezogene Krebsprävention auf. Gegenwärtige Empfehlungen lege…