Genetik der Depression
Maier, W. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 2004 · Heft 5 · S. 487 bis 492
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Depressionen sind häufig (bis zu 20% Lebenszeitprävalenz in Industrienationen) und kommen in ätiologisch unterschiedlichen Formen (unipolare Depressionen, bipolare Depressionen) vor. Diese unterliegen stets einem genetischen Einfluss, der bei unipolaren Störungen schwächer als bei bipolaren Störungen ist. Bei unipolaren Störungen haben nichtgenetische Umweltfaktoren (z. B. Traumatisierungen, Sozialisation, kritische Lebensereignisse) einen besonders starken Einfluss. Deutliche Hinweise auf Gen-Umwelt-Interaktionen liegen vor allem für unipolare Depressionen vor. Die Genortsuche hat jüngst vor allem bei bipolaren…