Konzeptionelle Gestaltung einer digitalen Begleitung für Betroffene mit Kinderwunsch nach Fehlgeburt – Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie
Herzog, A.; Bailer, A.C.; Kunze, C. · Prävention und Gesundheitsförderung · 2025 · Heft 3 · S. 1 bis 12
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
EinleitungDie Prävalenz klinischer Aborte variiert zwischen 20 und 80 % [40, 43, 45]. Diese recht ungenaue Angabe ist damit zu erklären, dass Aborte, insbesondere in den ersten Schwangerschaftswochen, oft unbemerkt stattfinden und nicht der gynäkologischen Praxis gemeldet werden [16]. Zirka 50 % der Fehlgeburten gehen dabei auf genetische Ursachen zurück [24]. Hormonelle Einflüsse, Infektionen, immunologische Faktoren, Stoffwechselerkrankungen oder Fehlernährung der Mutter können weitere Gründe für einen Schwangerschaftsverlust sein [27]. Während bei einem spontanen Abort die Betroffenen Blutungen bekommen und d…