Kommentar I zum Fall: „Prolongierte medikamentöse (palliative? ) Sedierung bei nicht behandelbarer Depression? “
Jentschke, E.; Schäfer, R. · Ethik in der Medizin · 2023 · Heft 11 · S. 549 bis 551
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der zunächst einwilligungsfähige 81-jährige Patient mit einer rezidivierenden depressiven Störung entscheidet bei Aufnahme in einer psychiatrischen Abteilung, keine Medikamente, insbesondere keine Psychopharmaka, mehr einzunehmen. Zusätzlich stellt er die Nahrungsund Flüssigkeitsaufnahme ein und äußert einen Sterbewunsch. Nach mehrfacher psychiatrischer Exploration kann von einer refraktären Therapiesituation ausgegangen werden. Durch die Annahme auf Seiten der „Psychiatrie“, dass eine Verweigerung der Flüssigkeitsund Nahrungsaufnahme zum zeitnahen Versterben führt, ist der Patient aus nachvollziehbaren Gründen…