Soziale Gesundheit von Jungen und Männern – Konkurrenz als vernachlässigte Zielgröße?
Szagun, B. · Das Gesundheitswesen · 2012 · Heft 3 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zwischen sozialer und gesundheitlicher Lage besteht ein enger, konsistenter und besonders hinsichtlich der Mortalität deutlich genderabhängiger Zusammenhang: Männer reagieren auf ihren sozioökonomischen Status gesundheitlich sensibler als Frauen. Dieser Genderunterschied zeigt sich v.a. für Erkrankungen, für die auch – zu einem erheblichen Teil durch die subjektive soziale Lage vermittelter – psychosozialer Stress einen Risikofaktor darstellt. Soziallagebedingte psychosoziale Belastungen scheinen somit für Männer gesundheitlich noch bedeutsamer zu sein als für Frauen. Neurophysiologisch hat v.a. die HPA-Achse un…