Der „faustische Schulterschluss“ in der Sozialhygiene Alfred Grotjahns (1869–1931): Soziale Hygiene und ihre Beziehungen zur Eugenik und Demographie
Ferdinand, U. · Das Gesundheitswesen · 2006 · Heft 7 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Hintergrund: Im Vordergrund steht Alfred Grotjahns Konzept der Sozialen Hygiene. Im diesem – erstmals 1904 vorgestellt – verschmolz der „medizinische Kathedersozialist“ seine Forderung nach Wahrnehmung und Beschreibung der sozialen Faktoren im Gesundheits- und Krankheitsgeschehen mit seinem Leitmotiv des 'sozialhygienischen Kalküls' – der generationsüberspannenden Verbreitung der hygienischen Kultur. Zugleich legte er ihren zweigeteilten Aufgabenbereich fest: Als deskriptive Wissenschaft hatte sie den „Status praesens hygienischer Kultur“ umfassend aufzunehmen; als normative „die Verallgemeinerung der hygienisch…