Genitalverstümmelung/-beschneidung bei asylsuchenden Frauen
Kusi, E.; Barghouth, M.H.; Kern, M.; Müller, A.; Bethke, N.; Theuring, S.; Seybold, J.; Interessenkonflikt · Deutsches Ärzteblatt · 2025 · Heft 6 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Weibliche Genitalbeschneidung (FGM/C, Female Genital Mutilation/Cutting) wird überwiegend in Teilen Afrikas, Asiens und des Mittleren Ostens praktiziert und ist in über 90 Ländern dokumentiert. Unter den heute lebenden Mädchen und Frauen wurden laut den Vereinten Nationen mehr als 230 Millionen im Genitalbereich beschnitten, zumeist im Kindesalter. Durch Migrationsbewegungen leben auch immer mehr betroffene Frauen in Deutschland: Aktuelle Prävalenzdaten gehen von circa 104 000 Fällen aus (1).