Schweres Anfallsrezidiv infolge pandemiebedingter unzureichender Stimulatorkontrolle
Schulze-Bonhage, A.; Hirsch, M.; Coenen, V.A. · Deutsches Ärzteblatt · 2022 · Heft 31 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der 45-jährige Patient leidet seit dem achten Lebensjahr unter einer genetisch gesicherten, progressiven Myoklonusepilepsie. Aktionsmyoklonien, durch Myoklonien eingeleitete Sturzanfälle und generalisiert tonisch-klonische Anfälle mit Statusneigung dominierten das Krankheitsbild und bestanden trotz pharmakologischer Kombinationsbehandlungen mit Benzodiazepinen, Valproinsäure, Phenobarbital, Zonisamid und Levetiracetam fort, bis 2011 eine Stimulationsbehandlung der vorderen Thalamuskerne begonnen wurde. Die thalamische Stimulation beeinflusste die Myoklonien kaum, kontrollierte jedoch über Jahre tonisch-klonische…