Abschätzung der Progressionsrisiken des Mammakarzinoms infolge des COVID-19-Lockdowns
Hölzel, D.; Schubert-Fritschle, G.; Engel, J. · Deutsches Ärzteblatt · 2022 · Heft 20 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Während der COVID-19-Pandemie wurde ein Lockdown initiiert, durch den das Brustkrebsscreening in Deutschland für fünf Wochen ausgesetzt wurde. Aufgrund dieser Maßnahme wuchsen die nicht diagnostizierten Mammakarzinome durchschnittlich fünf Wochen länger, wenn die Teilnehmerinnen das Screening direkt im Anschluss an den Lockdown nachgeholt hätten. Durch ein Screening werden prävalente Tumoren in einem früheren Stadium diagnostiziert, in dem sich im Durchschnitt weniger Metastasen abgesiedelt haben als in späteren Krankheitsstadien. Ziel der Arbeit ist es abzuschätzen, wie viele Patientinnen aufgrund der fünfwöchi…