Organspendepotenzial steigt trotz zunehmender Zahl dekompressiver Kraniektomien
Schulte, K.; Esser, G.; Borzikowsky, C.; Kolbrink, B.; Kunzendorf, U.; Feldkamp, T. · Deutsches Ärzteblatt · 2020 · Heft 31 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Organspenden in Deutschland sind von 2010 bis 2019 um 28 % gesunken, was auf ein Erkennungs- und Meldedefizit möglicher Spender zurückzuführen ist. Trotz eines gestiegenen Organspendepotenzials in den letzten Jahren könnte die Zunahme dekompressiver Kraniektomien bei Patienten mit schwerem Hirnschaden eine Rolle spielen. Diese Eingriffe könnten dazu geführt haben, dass weniger Patienten einen irreversiblen Hirnfunktionsausfall erlitten, da sie entweder gerettet wurden oder an anderen Komplikationen starben. Daher könnten diese Patienten nicht als Organspender in Betracht kommen, was die