Die dissoziative Identitätsstörung – häufig fehldiagnostiziert
Gast, U.; Rodewald, F.; Hofmann, A.; Mattheß, H.; Nijenhuis, E.; Reddemann, L.; Emrich, H.M. · Deutsches Ärzteblatt · 2006 · Heft 47 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die dissoziative Identitätsstörung (DIS) ist eine komplexe psychische Erkrankung, die oft fehldiagnostiziert wird. Sie zeichnet sich durch das Vorhandensein von zwei oder mehr unterschiedlichen Identitäten oder Persönlichkeitszuständen aus, die jeweils eigene Erinnerungen, Verhaltensweisen und Wahrnehmungen haben. Häufig wird DIS mit anderen psychischen Störungen wie Depressionen oder Angststörungen verwechselt, was zu einer falschen Behandlung führen kann. Eine genaue Diagnose erfordert umfassende klinische Interviews und die Berücksichtigung der Lebensgeschichte des Patienten. Die richtige