Kognitive Störungen nach traumatischer Distorsion der Halswirbelsäule: Iatrogener Anteil erscheint bemerkenswert
Schuck, P. · Deutsches Ärzteblatt · 2000 · Heft 8 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
In der Übersichtsarbeit wird die Unspezifität der Symptome, Anamnese und neuropsychologischen Tests bei kognitiven Störungen nach einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule hervorgehoben. Der Autor kritisiert den begrenzten Wert komplexer diagnostischer Verfahren wie MRT, PET und SPECT und stellt frühere ätiologische Ansätze als wenig wahrscheinlich dar. Ein iatrogener Einfluss auf die Beschwerden wird durch eine Studie von Borchgrevink et al. unterstützt, die zeigt, dass Patienten, die ohne Teilimmobilisierung und Krankschreibung behandelt wurden, nach sechs Monaten signifikant weniger