HIV-Therapie in der Schwangerschaft: Einsatz antiretroviraler Substanzen
Friese, K.; Brockmeyer, N.; Grosch-Wörner, I.; Schäfer, A. · Deutsches Ärzteblatt · 2000 · Heft 3 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
In den letzten Jahren konnte die Übertragungsrate von HIV von der Mutter auf das Kind auf unter zwei Prozent gesenkt werden. Dies wird erreicht durch eine kurzzeitige antiretrovirale Prophylaxe mit Zidovudin für die Mutter nach der 32. Schwangerschaftswoche, eine Kaiserschnittentbindung nach der 36. Woche und eine Zidovudin-Prophylaxe für das Neugeborene. Dieses Vorgehen ist optimal für nicht behandlungsbedürftige Mütter mit einem Standardrisiko bei der Geburt. Bei einer erforderlichen antiretroviralen Behandlung der Mutter oder bei geburtsmedizinischen Risiken sind angepasste Strategien