Zur Genetik und Pathogenese des Morbus Parkinson
Schöls, L.; Riess, O.; Krüger, R.; Kösel, S.; Graeber, M.B. · Deutsches Ärzteblatt · 1999 · Heft 43 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der Morbus Parkinson (MP) wird als spät manifestierende, sporadisch auftretende Erkrankung betrachtet. Neueste Erkenntnisse zur genetischen Basis einiger familiärer Formen zeigen, dass es neben den häufigen sporadischen Varianten auch autosomal dominante und rezessive Erbgänge gibt. MP ist eine heterogene Erkrankungsgruppe, für die bereits vier Genorte kartiert und erste Mutationen bei drei genetisch bedingten Unterformen identifiziert wurden. Die sporadischen Formen scheinen polygenetisch bedingt zu sein, wobei mehrere Genloci die Anfälligkeit erhöhen. Das Verständnis der genetischen