Hereditäre Pankreatitis: Pathogenetische Konzepte und Nachweis genetischer Veränderungen
Keim, V.; Tannapfel, A.; Mössner, J. · Deutsches Ärzteblatt · 1998 · Heft 40 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die hereditäre Pankreatitis ist eine seltene Erkrankung, die zur Zerstörung des exokrinen Pankreas und zur Entwicklung eines Diabetes mellitus führt. Zwei Mutationen im kationischen Trypsinogen-Gen, insbesondere in den Exonen zwei und drei, gelten als Hochrisikofaktoren. Diese Mutationen können einen verzögerten Abbau des aktivierten Trypsins verursachen, was die Entstehung einer Pankreatitis begünstigt. Zudem haben betroffene Patienten ein erhöhtes Risiko für Pankreaskarzinome. Bei Verdacht auf hereditäre Pankreatitis sollte vor einer Mutationsuntersuchung eine genetische Beratung in