Inzidenz und molekulares Screening auf erbliche,: nichtpolypöse Formen des Kolonkarzinoms
silk · Deutsches Ärzteblatt · 1998 · Heft 36 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Bei etwa zwei Prozent der Kolonkarzinom-Patienten handelt es sich um erbliche, nichtpolypöse Formen der Krankheit. Eine Untersuchung von 509 Gewebeproben aus Finnland zeigte, dass durch die Analyse von Mikrosatelliten-Markern Replikationsfehler in der Tumor-DNA identifiziert werden konnten. Bei 63 Proben wurde eine fehlerhafte DNA-Replikation nachgewiesen, und bei zehn Patienten fanden die Forscher Keimbahnmutationen in den Reparaturgenen MLH1 und MSH2. In der Familienanamnese dieser Patienten wurden häufig Verwandte ersten Grades mit Kolonkarzinom oder Endometriumkrebs festgestellt. Zudem