Diagnostik und Therapie bei Beschleunigungsverletzungen der Halswirbelsäule: Verzicht auf physikalische Maßnahmen
Lucka, J. · Deutsches Ärzteblatt · 1998 · Heft 36 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der Text behandelt die Diagnostik und Therapie von Beschleunigungsverletzungen der Halswirbelsäule, insbesondere bei Schleudertraumata. Es wird festgestellt, dass nicht jeder Heckanstoß zu einem Trauma führt; eine Geschwindigkeitsänderung von etwa 13 km/h ist erforderlich, um Verletzungen auszulösen. Viele Patienten, die mit Schleudertrauma behandelt werden, haben Unfälle erlebt, bei denen diese Gefährdungsgrenze nicht überschritten wurde. Zudem zeigen Studien, dass physikalische Maßnahmen wie Infiltrationstherapien bei der Behandlung von Schleudertraumata keine nachweisbare Wirkung haben.