Wohnungslosigkeit, psychische Erkrankungen und psychiatrischer Versorgungsbedarf
Reker, T.; Eikelmann, B. · Deutsches Ärzteblatt · 1997 · Heft 21 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Wohnungslosigkeit stellt ein zunehmendes soziales und gesundheitspolitisches Problem dar. Besonders alleinstehende wohnungslose Männer weisen eine signifikant höhere Prävalenz psychischer und somatischer Erkrankungen auf als die Allgemeinbevölkerung. Oft sind diese Betroffenen weder bereit noch in der Lage, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe stehen vor der Herausforderung, adäquate Versorgungsangebote zu schaffen, um den speziellen Bedürfnissen dieser vulnerablen Gruppe gerecht zu werden. Eine verbesserte psychiatrische Versorgung ist notwendig,