Mehr Bedeutung für Patiententestamente Frankfurter Sterbehilfe-Urteil stärkt letzten Patientenwillen
Mohl, H. · Pro Alter, Köln · 1998 · Heft 1 · S. 42 bis 45
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Mitte Juli 1998 gefällte Urteil des Frankfurter OLG zur Genehmigung einer passiven Sterbehilfe durch Vormundschaftsgerichte, wenn dies dem zuvor geäußerten oder mutmaßlichen Willen des Patienten entspricht, gibt nach Einschätzung der Richter Patiententestamenten mehr Bedeutung. Damit rücken die heute eher als Patientenverfügungen genannten Erklärungen für die letzte Zeit eines Lebens erneut in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, nachdem die medizinethische Fachwelt sich gerade in den letzten Wochen und Monaten intensiv mit dem Selbstbestimmungsrecht der Patienten auseinandergesetzt hat.