Suizidprävention im Hamburger Strafvollzug – Analyse der Fälle 2013–2022 und Auswertung von Interviews mit Inhaftierten und Mitarbeitenden
Kunze, S.; Nguyen, C.; Harms, L.; Herrmann, C.; Ritter, N.; Püschel, K.; Briken, P.; Ondruschka, B. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 2025 · Heft 11 · S. 1 bis 9
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
HintergrundEin Suizid stellt neben Erkrankungen eine der häufigsten Todesursachen im deutschen Justizvollzug dar. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit gezielter Präventionsmaßnahmen. Bundesweite Analysen zeigen seit 2013 einen Anstieg der Suizidrate von 74,5 (2013) auf 159,1 (2021) pro 100.000 Inhaftierte, mit Ausnahme der Jahre 2018 und 2019 [1]. Die Studie von Meischner-Al-Mousawi et al. [1] stellte zudem einen Anstieg der Suizide während der Pandemie (2020 bis 2022) fest.In Hamburg stieg nach Angaben der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg (BJV) die Anzahl psychischer Erk…