Tuberkulose in Frankfurt am Main 2008 – 2016: Molekularbiologische Aspekte der Epidemiologie
Corell, S.; Merker, M.; Niemann, S.; Gottschalk, R.; Götsch, U. · Das Gesundheitswesen · 2019 · Heft 3 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Hintergrund: Die aktive Erkrankung an Tuberkulose entwickelt sich oft erst viele Jahre nach der Infektion. Daher ist die Ansteckungsquelle häufig schwer zu ermitteln. Clusteranalysen geben Aufschluss über Infektionsketten und können so dazu beitragen, erhöhte Übertragungsrisiken zu erkennen und Umgebungsuntersuchungen effizienter zu gestalten. Methoden: Von 2008 – 2016 wurden in Frankfurt am Main 988 Fälle von Tuberkulose gemeldet. Bei 742 Patienten (76%) lag ein kulturell positiver Befund vor. In Kooperation mit dem nationalen Referenzzentrum für Mykobakterien in Borstel wurden davon 616 Stämme (83%) mittels MI…