Die feinen Unterschiede – Sozialkapital, Habitus und Gesundheitskompetenz
Zelinka-Roitner, I. · Das Gesundheitswesen · 2020 · Heft 5 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der Begriff Sozialkapital nach Bourdieu beschreibt die Chancen und Risiken, die sich im Zuge der Sozialisation durch soziale Netzwerke ergeben. Als Währung fungieren menschliche Beziehungen, die in Bezug auf (gesundheitliche) Chancengerechtigkeit und soziale Handlungsfähigkeit förderlich oder hinderlich sein können. Sozialkapital ist wie ökonomisches Kapital ungleich verteilt, z. B. nach Alter, Geschlecht, Sozioökonomischem Hintergrund, Familienzugehörigkeit. Menschen mit hohem Sozialkapital verfügen meist über einen bestimmten Habitus, der es ihnen erleichtert, gesellschaftlich voranzukommen. Sie lernen früh, w…