Hinzuziehung eines mit dem Untergebrachten bislang nicht befassten Sachverständigen bei lang andauerndem Maßregelvollzug; Gefahr repetitiver Routinebeurteilungen
N.N. · Recht & Psychiatrie · 2022 · Heft 3 · S. 158 bis 159
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Leitsätze (der Redaktion): 1. In Bezug auf die Fortdauerentscheidungen bei Unterbringungen in einem psychiatrischen Krankenhaus hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass es bei einer langjährigen Unterbringung in der Regel geboten ist, von Zeit zu Zeit einen anstaltsfremden Sachverständigen hinzuzuziehen, um der Gefahr repetitiver Routinebeurteilungen vorzubeugen und auszuschließen, dass Belange der Anstalt oder der Beziehung zwischen Untergebrachtem und Therapeuten das Gutachten beeinflussen. Aus denselben Gründen kann es bei lang dauernder Unterbringung angezeigt sein, den Untergebrachten von einem so…