Elf Ziffern, eine Akte. Wie Estland Gesundheit digitalisiert hat Und was Deutschland daraus lernen kann
Lauterbach, M I. · Dr. med. Mabuse · 2026 · Heft 2 · S. 22 bis 23
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der Emajõgi fließt träge durch Tartu, Estlands zweitgrößte Stadt, einer Universitätsstadt mit 100. 000 Einwohnern. Entlang des Flusses verläuft ein Radweg, der morgens von Dutzenden Pendlern genutzt wird. An einem Dienstag im Oktober stürzt ein Radfahrer über eine Bordsteinkante. Er bleibt regungslos liegen. Ein Passant wählt die 112. Was in den nächsten vier Minuten passiert, unterscheidet Estland von fast jedem anderen Gesundheitssystem in Europa: Die Leitstelle lokalisiert den Anruf innerhalb von 30 Sekunden und alarmiert die nächste Einheit. Die Disponentin identifiziert den Patienten über seinen Personalaus…