CareLit Fachartikel

Neurodegeneration, Hirnmythologie und Solidarität

Thoma, S. · Sozialpsychiatrische Informationen · 2024 · Heft 1 · S. 16 bis 20

Dokument
588895
CareLit-ID
Jahr
2024
Publikation
PDF
nein
Metadaten
DOI
zitierfähig

Bibliografische Angaben

Zeitschrift
Sozialpsychiatrische Informationen
Autor:innen
Thoma, S.
Ausgabe
Heft 1 / 2024
Jahrgang 6
Seiten
16 bis 20
Erschienen: 2026-05-29 08:50:40
ISSN
0171-4538
DOI

Zusammenfassung

„Demenz“ ist ein schillernder Begriff, in dem sich existenzielle Ängste, wissenschaftliche Erkenntnis und Prozesse von sozialem Ein- und Ausschluss verschränken. Der Essay argumentiert, dass Demenzen paradigmatisch für die Vormachtstellung eines medizinisch-neurobiologischen Verständnisses psychischer Erkrankungen stehen – sowohl hinsichtlich Entstehung und Diagnose als auch Behandlung. Verbunden damit sei eine wissenschaftlich genährte gesellschaftliche Erzählung über das Gehirn als Ort von Verrücktheit und Endlichkeit, während Fragen von Demut und menschlicher Solidarität verdrängt werden.

Schlagworte

Demenz Neurodegeneration Psychiatrie Alzheimer-Demenz Autoimmunenzephalitis Solidarität Hirnmythologie Schizophrenie Dementia Amyloid Work Antikörper Neurologie Diagnostik Angst Behandlungsstandard