Essstörungen als Gender- und Culture-bound-Syndrome
Schigl, B. · Sozialpsychiatrische Informationen · 2025 · Heft 1 · S. 33 bis 37
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Essstörungen wie Anorexie, Bulimie, Binge Eating und Orthorexie nehmen in Wohlstandsgesellschaften zu. Der Beitrag beschreibt Essstörungen als psychosoziale und kulturell mitgeprägte Phänomene, die überwiegend Frauen betreffen und mit widersprüchlichen Anforderungen an weibliche Lebensentwürfe, Schönheitsideale und Identitätsarbeit verknüpft sind. Neben medizinisch-biologischen Erklärungen werden feministische und psychotherapeutische Perspektiven hervorgehoben. Der Text betont, dass (Nicht-)Essen zur Emotionsregulation, Kontrolle und Bewältigung von Überforderung dienen kann, und ordnet Essstörungen als Ausdruc…