Einsamkeit unter Bedingungen von geistiger Behinderung – medizinethische Implikationen aus interdisziplinärer Perspektive
Prosetzky, I. · Zeitschrift für medizinische Ethik · 2025 · Heft 2 · S. 139 bis 156
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einsamkeit ist ein ambivalentes Gefühl, das sich positiv und negativ auswirken kann. Chronisch negativ erlebte Einsamkeit kann mit Krankheiten, niedriger Lebensqualität und verkürzter Lebensdauer einhergehen. Menschen mit geistiger Behinderung sind erhöhten Risiken chronischer Einsamkeit ausgesetzt. Ursächlich sind negative soziale Einstellungen, eingeschränkte Interaktionsmöglichkeiten und interpersonelle Kompetenzen. Die Personengruppe ist geeignet, medizinethische Themen im Umgang mit Vereinsamung zuzuspitzen, weil sich in ihren Lebenslagen multiple Probleme verdichten.