Morgens an der Nidda
Heisterkamp, J. · info3 · 2026 · Heft 7-8 · S. 36 bis 38
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Nur wenn es Bindfäden regnet, fällt meine Morgenrunde aus. Ansonsten führt mich, egal ob in sommerlicher Hitze oder bei zehn Grad Minus, mein erster Weg des Tages hinunter an den kleinen Fluss. Wild ist hier gar nichts mehr: Die Nidda, wo schon die Römer siedelten und ihrem Flussgott huldigten, ist längst begradigt und kanalisiert; die Wege sind mit System angelegt, zum Teil ganz neu aus fest gestampftem Sand, die Bäume mit Bedacht in schöner Vielfalt ausgewählt, Linden und Gingkos, im Frühling blüht hier der Blauglockenbaum und die prächtige Magnolie. Ein Park, keine Wildnis. Trotz aller Planung aber herrschen…