Wie ein Gefäß, das hält
Konrad, N. · Deutsches Yoga-Forum · 2026 · Heft 3 · S. 10 bis 11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zuletzt hörte ich eine Yoginī sagen: »Also, das schaffe ich noch nicht wegzuatmen, ich muss noch mehr üben.« Dieser Satz ließ mich nachdenklich zurück. Geht es darum, dass wir irgendetwas, zum Beispiel Emotionen, »wegatmen«? Wenn das gelingt, bin ich dann »erfolgreich«? Ist es Sinn und Zweck meiner Praxis als Yogī, dass ich lerne, bestimmte Aspekte auszublenden? Oder kann dieser Ansatz auch zu einer Strategie der Vermeidung werden? Etwas, das man in der Yoga-Philosophie als »Spiritual Bypassing« bezeichnet? Eine Methode, die spirituelle Ideen und Konzepte nutzt, um unangenehmen Dingen und ungelösten Emotionen au…