Italienische Reformpsychiatrie
Serrano, M. · Sozialpsychiatrische Informationen · 2016 · Heft 3 · S. 4 bis 8
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der Beitrag beschreibt die extreme Rückständigkeit der italienischen Psychiatrie im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und die unter dem Einfluss von Franco Basaglia eingeleiteten Reformen ab den 1960er-Jahren. Im Mittelpunkt stehen die Öffnung psychiatrischer Abteilungen in Gorizia, die Entwicklung des Gesetzes 180 (1978) zur Schließung der Irrenanstalten und der Aufbau regionaler, gemeindenaher Versorgungsstrukturen. Ausführlich dargestellt werden die Erfahrungen in Triest und Livorno sowie die Bedeutung von Kontinuität, Bürgerbeteiligung, ambulanter Versorgung und sozialer Inklusion.