Muss die Pflege diagnostizieren? Ein Plädoyer für die Alltagssprache in der psychiatrischen Pflege
Mayer, M. · Sozialpsychiatrische Informationen · 2016 · Heft 4 · S. 36 bis 39
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Pflege kann einen wichtigen Beitrag im psychiatrischen Versorgungssystem leisten. Mit der Pflegediagnostik soll die Qualität der pflegerischen Planung gestärkt und der Beruf aufgewertet werden. Der Beitrag diskutiert Nutzen und Probleme gängiger Pflegediagnosesysteme (u. a. NANDA-I, POP) und argumentiert, dass nicht die Diagnose selbst, sondern der diagnostische Prozess entscheidend ist. Pflegediagnostik soll Menschen in ihrer Alltagssprache verstehen, recoveryfördernd und dialogisch angelegt sein und Ressourcen sowie subjektives Erleben stärker berücksichtigen.