Tuberkulose bei HIV-Infektion: Starke CYP-450-Induktion durch Rifampicin erschwert die Wahl der HIV-Medikation – Deutsches Ärzteblatt
Warpakowski, A. · Deutsches Ärzteblatt · 2021 · Heft 17 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Bei HIV/Tuberkulose-Koinfektion erschwert Rifampicin als starker Induktor von CYP-450 und Glukuronosyltransferase die antiretrovirale Therapie deutlich, da Wirkspiegel vieler HIV-Medikamente sinken können. In einer Phase-3-Studie wurde Raltegravir (2-mal täglich 400 mg) mit Efavirenz (1-mal täglich 600 mg), jeweils plus Tenofovir/Lamivudin, bei therapienaiven HIV-Patienten mit Tuberkulose verglichen. Nach 48 Wochen erreichten 61 % der Raltegravir- und 66 % der Efavirenz-Gruppe eine Viruslast unter 50 HIV-RNA-Kopien/ml; damit konnte die Nichtunterlegenheit von Raltegravir nicht belegt werden. Raltegravir ist dahe…