Akutes respiratorisches Syndrom bei COVID-19: Autopsien zeigen einige pathophysiologische Unterschiede zu Influenza auf – Deutsches Ärzteblatt
Siegmund-Schultze, N. · Deutsches Ärzteblatt · 2020 · Heft 38 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Eine internationale, unter deutscher Federführung durchgeführte Autopsiestudie verglich Lungenbefunde von an COVID-19-ARDS Verstorbenen mit Influenza-ARDS und nichtinfektiösen Kontrollen. Gemeinsam waren diffuse alveoläre Schäden und perivaskuläre T-Zellinfiltrate. Deutliche Unterschiede zeigten sich jedoch im Lungengefäßsystem: Bei COVID-19 fanden sich schwerere Endothelschäden, 9-mal häufiger Mikrothromben in den alveolären Kapillaren und eine stärkere Aktivierung der Gefäßneubildung, insbesondere der intussuszeptiven Angiogenese. Die Autoren deuten dies als Folge einer Endothelialitis mit Mikroangiopathie und…