Gerinnungsmanagement bei Polytrauma
Schöchl, H. · Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie · 2006 · Heft S 01 · S. S55-S52
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
ZusammenfassungBei der Therapie traumabedingter Koagulopathien sind zunächst die Hypothermie und Azidose aggressiv zu behandeln. Bereits im Schockraum ist bei polytraumatisierten Patienten häufig ein Fibrinogenmangel nachweisbar, daneben führen infundierte Kolloide zusätzlich zu Fibrinpolymerisationsstörungen. Der frühe Einsatz von Fibrinogen scheint deshalb gerechtfertigt. Mit PPSB und/oder Frischplasma können depletierte Gerinnungsfaktoren substituiert werden, angesichts des Infektionsrisikos ist bei der Gabe von Thrombozytenkonzentraten Zurückhaltung angezeigt. Das Potenzial hämostatischer Medikamente (z. B.…