Von der Geschichte lernen. Zur Historizität und Wandelbarkeit der Posttraumatischen Belastungsstörung und den Implikationen für das Diagnostizieren
Freese, A. · Sozialpsychiatrische Informationen · 2020 · Heft 4 · S. 6 bis 11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Der vorliegende Beitrag zeichnet die Entstehung der Diagnose Posttraumatic Stress Disorder in den USA seit den 1970er-Jahren nach und beschreibt ihre Anverwandlung im europäischen Klassifikationsmanual ICD sowie Adaption in Deutschland anhand eigener Betroffenengruppen rund zwanzig Jahre später. Die nunmehr 40-jährige Diagnosegeschichte der Posttraumatischen Belastungsstörung wird zum Anlass genommen, nach den Anregungen einer historischen Betrachtungsweise für die Praxis des Diagnostizierens und Therapierens von psychischen Traumatisierungen zu fragen.