Risikobewertung aus arbeitsmedizinisch-epidemiologischer Sicht am Beispiel des Schneeberger Lungenkrebses
Möhner, M. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 2003 · Heft 7 · S. 592 bis 602
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Seit Härting und Hesse die extreme Überhäufigkeit von Lungenkrebs unter den Schneeberger Bergleuten erkannten, sind nunmehr 125 Jahre verstrichen. Die Hälfte dieser Zeit hat es gebraucht, um das Radon als einen wesentlichen Risikofaktor in der Ätiologie des Schneeberger Lungenkrebses zu identifizieren. Dank moderner analytisch-epidemiologischer Untersuchungsmethoden und entsprechender statistischer Verfahren sind bei der Quantifizierung dieses Risikos große Fortschritte erzielt worden. Der langwierige Prozess der Risikoabschätzung ist dabei eng verwoben mit der Entwicklung des medizinischen Wissens und der stati…