Melatonin – Schlüssel für die Bewertung der Wirkung elektrischer und magnetischer Felder?
Wunstorf, B.; Boikat, U.; Lichtenberg, W. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 2000 · Heft 9 · S. 715 bis 721
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
In der Epiphyse des Menschen wird in circadianem Rhythmus Melatonin produziert und ausgeschüttet. Die Substanz hat unterschiedliche Funktionen – als Hormon, Antioxidans und Neurotransmitter. Seine Ausschüttung und seine tumorhemmende Funktion können durch elektrische und magnetische Felder beeinflusst werden. Anhand von Nagern, die einen dem Menschen ähnlichen Melatoninrhythmus haben, allerdings eine hohe Speziesvarianz aufweisen, wurden diese Funktionen untersucht. Nach dem jetzigen Kenntnisstand eignet sich Melatonin nur bedingt als Indikator für die Wirkungen elektrischer und magnetischer Felder.