Genetische Suszeptibilität im Hinblick auf toxische Arbeitsplatz- und Umweltbelastungen
Thier, R.; Golka, K.; Brüning, T.; Bolt, H.-M. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 1999 · Heft 11 · S. 834 bis 840
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Eine wichtige Ursache individuell unterschiedlicher Ansprechbarkeiten gegenüber Fremdstoffen liegt in der Variabilität der Gene, die für fremdstoffmetabolisierende Enzyme kodieren. Für die Arbeits- und Umweltmedizin sind vor allem Polymorphismen verschiedener Isoformen des Cytochrom P450, der N-Acetyl-Transferase (NAT2) und der Glutathiontransferase (GSTT1, GSTM1) wichtig geworden. Aus arbeitsmedizinischer Sicht erscheint das Cytochrom P450 Isoenzym CYP2E1 als Schlüsselenzym des oxydativen Stoffwechsels vieler bedeutsamer Grundchemikalien der chemischen Industrie; es oxydiert eine Reihe von Alkenen, Aromaten und…