Kaliumkanäle und Kardiotoxizität von Arzneimitteln Bedeutung für die Beurteilung von Arzneimittel-Risiken
Zünkler, B.-J.; Kühne, S.; Ott, T. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 1999 · Heft 8 · S. 631 bis 638
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die für die Repolarisation erforderliche Zeit der Ventrikel kann als QT-Intervall im EKG gemessen werden. Dieses Intervall wird vor allem durch Aktivierung des delayed rectifier K+-Stroms (IK) bestimmt, der aus einer schnellen (IKr) und einer langsamen (IKs) Komponente besteht. Arzneimittel, die IKr blockieren, verlängern das Aktionspotential (AP) des Herzens. Eine verlängerte Repolarisation ist als verlängertes QT-Intervall im EKG zu erkennen. Bei verlängerten APs kommt es über eine Stimulation von Einwärtsströmen zu frühen Nachdepolarisationen, die wiederum das Risiko von Torsades de Pointes (TdP)-Herzrhythmus…