Psychische Krankheit und Kreativität: Der Fall Gustave Flaubert
Bürger, P. · Sozialpsychiatrische Informationen · 2016 · Heft 1 · S. 24 bis 29
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Während die Fragestellung es nahezulegen scheint, einen kausalen Zusammenhang zwischen psychischer Krankheit und Kreativität anzunehmen, betont der Autor, auf Sartre Bezug nehmend, das Freiheitsmoment künstlerischen Schaffens. In einer Fallstudie über Gustave Flaubert zeigt er, dass nicht der Nervenzusammenbruch, den dieser als 22-Jähriger erleidet, ihn zum Künstler macht, sondern seine Weise, damit umzugehen. Indem Flaubert die Passivität annimmt, die ihm die Krankheit aufzwingt, gelingt es ihm, eine neue Sicht auf die Welt zu gewinnen, die ihn später zum Autor der Éducation sentimentale machen…