Der eigene und der fremde TodWandlungen der Einstellung zu Tod und Sterben in der europäischen Geschichte
Winau, R. · Public Health Forum, Berlin · 2004 · Heft 6 · S. 4 bis 6
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Obwohl der Tod der ständige Begleiter des Lebens ist, obwohl er zum Leben gehört als Endpunkt wie die Geburt als Anfang, ist er zumindest in Deutschland aus der Öffentlichkeit, aber auch aus der privaten Sphäre verschwunden. Er wird nicht wahrgenommen, geleugnet, verdrängt. Wir leben so, als gäbe es ihn nicht. In den Zeiten vor unserer Zeit aber ist der Tod im Leben gewesen, er wurde angenommen oder abgelehnt, als Zeremonie begangen oder bitter beklagt. Der Tod war nicht abwesend, er war mitten unter den Menschen. Die Einstellungen zu Tod und Sterben freilich haben sich über die Jahrhunderte der europäischen Ges…