Vom tödlichen Gift zum Therapeutikum:Grundlagen der Therapie mit Botulinumtoxin A bei Spastik und Erkrankungen mit erhöhter Muskelaktivität
Erbguth, F. · Krankengymnastik, Zeitschrift für Physiotherapeuten, München · 2001 · Heft 1 · S. 54 bis 60
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Botulinumtoxin wird von einem unter Sauerstoffabschluss wachsenden Bakterium gebildet und ist das stärkste natürlich vorkommende Gift. Seine muskellähmende Wirkung ist für die Erkrankung Botulismus verantwortlich und besteht in einer Blockade der Freisetzung von Acetylcholin an der motorischen Endplatte. Dadurch kommt es zu einer vorübergehenden mehrwöchigen chemischen Denervierung des Muskels mit dosisabhängiger Schwächung und Tonusreduktion. Nach ersten experimentellen therapeutischen Anwendungen durch Alan Scott 1981 hat Botulinumtoxin A mittlerweile einen festen Platz in der symptomatischen Therapie von foka…