Rötelnsituation in Deutschland - Ergebnisse der seroepidemiologischen Überwachung von 1990 bis 1998
Reiter, S. · Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Berlin · 2000 · Heft 12 · S. 940 bis 949
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Seroprävalenzstudien aus den Jahren 1990 bis 1998 spiegeln die aktuelle Rötelnsituation wider. Selektive Impfungen von jungen Mädchen und Frauen haben in der weiblichen Population ab dem 13. Lebensjahr erreicht, dass die bei der natürlichen Durchseuchung noch bestehenden Immunitätslücken im jungen Erwachsenenalter weitgehend geschlossen wurden. 1998 waren bei den 18- bis 30-jährigen Erwachsenen nur 0, 8% bis 3% Frauen Röteln-seronegativ, aber 5% bis 13% der Männer. Unterschiede in der Immunitätslage zwischen alten und neuen Bundesländern, in denen die Rötelnschutzimpfung erst nach der Wiedervereinigung einge…