Untypisches Marcus-Gunn-Phänomen
C Müller, S Mennel, P Kroll · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 2004 · Heft 10
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Bei einem Marcus-Gunn-Phänomen besteht eine kongenitale Ptosis eines Auges, an welchem durch Stimulation des ipsilateralen M. pterygoideus (z.B Schlucken, Saugen, Kauen) eine Lidretraktion zu beobachten ist. Ursächlich hierfür ist eine kongenitale Fehlinnervation, wodurch eine Kopplung zwischen Kaumuskulatur und Levatormuskel zustande kommt. In unserem Fall handelt es sich um einen 6 Monate alten Jungen mit ipsilateraler Retraktion des Oberlides ohne bestehende Ptosis bei Stimulation des M. pterygoideus. Nach unserem Wissenstand gibt es bisher erst zwei Beschreibungen dieser Marcus-Gunn-Variation.