Selbstbestimmung aus juristischer Sicht
G. Duttge · Zeitschrift für Palliativmedizin · 2006 · Heft 02 · S. 48-55
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die nötige „Freiheit” des einzelnen (Patienten) zur Bestimmung seiner selbst ist Postulat im Idealbild vom „mündigen Menschen”, jedoch lebensweltlich keine Selbstverständlichkeit. Nicht selten bedarf „echte” Selbstbestimmung erst der „Freiheitsvorsorge”, d. h. des Bereitstellens der nötigen Freiheitsbedingungen, ohne die von „Selbstbestimmung” realiter keine Rede sein kann. Auch dies ist Aufgabe des Rechts, das freilich mitunter zu weitreichenden Idealisierungen und Formalisierungen neigt. Dies hat Auswirkungen auf zentrale Kontroversen und Fragestellungen im Bereich des Medizinrechts und ist mit…