CareLit Fachartikel

Selbstbestimmung aus juristischer Sicht

G. Duttge · Zeitschrift für Palliativmedizin · 2006 · Heft 02 · S. 48-55

Dokument
806726
CareLit-ID
Jahr
2006
Publikation
PDF
nein
Metadaten
DOI
ja
zitierfähig

Bibliografische Angaben

Zeitschrift
Zeitschrift für Palliativmedizin
Autor:innen
G. Duttge
Ausgabe
Heft 02 / 2006
Jahrgang 7
Seiten
48-55
Erschienen: 2006-06-01 00:00:00
ISSN
1615-2921

Zusammenfassung

Zusammenfassung Die nötige „Freiheit” des einzelnen (Patienten) zur Bestimmung seiner selbst ist Postulat im Idealbild vom „mündigen Menschen”, jedoch lebensweltlich keine Selbstverständlichkeit. Nicht selten bedarf „echte” Selbstbestimmung erst der „Freiheitsvorsorge”, d. h. des Bereitstellens der nötigen Freiheitsbedingungen, ohne die von „Selbstbestimmung” realiter keine Rede sein kann. Auch dies ist Aufgabe des Rechts, das freilich mitunter zu weitreichenden Idealisierungen und Formalisierungen neigt. Dies hat Auswirkungen auf zentrale Kontroversen und Fragestellungen im Bereich des Medizinrechts und ist mit…

Schlagworte

Vorstaatliche („naturgegebene”) „Freiheit” Rechtsbegriff versus perfektionistische Moral Fahrlässigkeit ärztliche Aufklärungspflicht hypothetische Einwilligung Therapiebegrenzung („passive Sterbehilfe”) Stellvertretung mutmaßliche Einwilligung Patientenverfügung aktiv-direkte Sterbehilfe (organisierte) Suizidbeihilfe sog. „indirekte Sterbehilfe”. Constitutional freedom concept of law vs. perfectionist ethics negligence medical duty of disclosure