Ribavirin als RNA-Virusmutagen: Analyse der NS5B Quasispezies-Komplexität in HCV-Replikonzellen und bei Patienten mit chronischer Hepatitis C
WP Hofmann, A Polta, E Herrmann, U Mihm, B Kronenberger, T Sonntag, V Lohmann, B Schönberger, S Zeuzem, C Sarrazin · Zeitschrift für Gastroenterologie · 2006 · Heft 09
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung: Ribavirin verbessert die dauerhaften virologischen Ansprechraten der Interferon-basierten Behandlung bei Patienten mit chronischer Hepatitis C (CHC). Als möglicher Wirkmechanismus wird eine Steigerung der Mutationsrate, die zur “error catastrophe“ führt, diskutiert. Jedoch sind die Daten in vitro und bei Patienten mit CHC uneinheitlich. Methoden: HCV-Replikonzellen (subgenomisches Huh7-Replikonsystem, HCV-con1) wurden mit steigenden Konzentrationen von Ribavirin behandelt (100–500µM). Weiterhin wurden Serumproben von 14 Patienten mit CHC-Genotyp-1b-Infektion, die Ribavirin als Monotherapie (n=7), bzw…