Pseudoobstruktion des Kolon mit Perforation als seltene Komplikation beim Guillain-Barré-Syndrom
TC Schmandra, B Richter, WO Bechstein · Zeitschrift für Gastroenterologie · 2006 · Heft 09
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung: Das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) stellt eine Krankheitsentität (Inzidenz 0.6–1.9 auf 100.000 Einwohner) dar, die durch eine akute, meist postinfektiös auftretende Polyneuritis mit multifokaler Demyelinisierung im peripheren Nervensystem gekennzeichnet ist. Meist imponiert sie mit symmetrischen aufsteigenden Paresen mit z.T. erloschenen Muskeleigenreflexen. In 35–50% liegt eine Hirnnervenbeteiligung, in 20–25% eine respiratorische Insuffizienz mit vegetativen Symptomen vor. Die Pseudoobstruktion des Kolon als Komplikation des GBS ist bekannt, tritt allerdings in weniger als 10% der Fälle auf. Patient…