Weidenrinde ist nicht gleich Salicin. Multiple Wirkmechanismen bei Schmerz und Entzündung
A Nahrstedt, M Schmidt, MT Khayyal · Zeitschrift für Phytotherapie · 2006 · Heft 11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Klinische und pharmakokinetische Daten haben schon länger die Annahme in Frage gestellt, dass die Wirkung der Weidenrinde überwiegend auf Salicin und seine Derivate zurückgeht. Inzwischen liegen auch zahlreiche pharmakologische Daten vor. Sie stehen ebenfalls nicht mit dieser Annahme im Einklang und sollen im Folgenden zusammengefasst werden. In vitro hemmte Weidenrindenextrakt (STW 33-I) bei Interferon-γ/LPS-behandelten Monozyten bzw. Chondrozyten die Expression von Entzündungsmarkern wie iNOS, COX-2, 5-LOX, dem anti-apoptotischen Protein Bcl2, Il-1β, Il-6 und TNF-α, wobei die IC50 zwischen 10 und 200µg/ml lag.…