Hyperforingehalt von Johanniskraut bestimmt das Ausmaß der CYP3A4-Induktion
U Gödtel-Armbrust, A Metzger, A Paulke, U Kroll, M Wurglics, O Kelber, L Wojnowski · Zeitschrift für Phytotherapie · 2006 · Heft 11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die breite Anwendung von Johanniskraut zur Therapie von leichten bis mittelschweren Depressionen wird im Wesentlichen auf sein günstiges Nebenwirkungsprofil im Vergleich mit synthetisch hergestellten Antidepressiva zurückgeführt. In den letzten Jahren wurden allerdings zunehmend klinisch relevante Interaktionen zwischen Johanniskraut und bestimmten Medikamenten, die durch CYP3A4 verstoffwechselt werden, beobachtet. Für diese Interaktionen wird daher primär die Induktion von CYP3A4 durch den Johanniskraut-Bestandteil Hyperforin verantwortlich gemacht. Unklar ist allerdings, inwieweit andere Bestandteile des Extra…