Behandlungserfahrungen und Geschlechtsidentität bei „XY-Frauen“– - Ergebnisse der Hamburger Intersex-Studie
K Schweizer, V Schönbucher, F Brunner, K Schützmann, H Richter-Appelt · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2008 · Heft 09
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der Überbegriff der Intersexualität (DSD, disorders of sex development) trifft auf Personen zu, deren prä- und postnatale Geschlechtsentwicklung untypisch verläuft. Bei der Geburt oder zu einem späteren Zeitpunkt entsprechen die geschlechtsdifferenzierenden und -determinierenden Merkmale nicht alle einem Geschlecht. „XY-Frauen“ z.B. haben ein weibliches Erscheinungsbild bei „männlichem“ Chromosomensatz (46, XY). In manchen Fällen wird Intersexualität erst in der Pubertät im Rahmen der gynäkologischen Erstuntersuchung festgestellt, z.B. nach Ausbleiben der erwarteten Menarche bei kompletter Androgenresistenz (CAI…